7 PUNKTE SIND ZU BEACHTEN

Die Digitalisierung weckt Faszination, Spannung, aber auch Vorbehalte und Ängste. Unternehmen aller Branchen stehen seit geraumer Zeit vor der Herausforderung, sich strategisch an die neue digitale Realität anzupassen. Zu diesem Zweck sind Strategien, Geschäftsmodell und Kultur des Unternehmens zu prüfen und den Anforderungen der Digitalisierung anzupassen. Unterlässt ein Unternehmen diesen wichtigen Schritt, setzt es seine Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel.

Digitalisierung in der Schweiz


Das Navigieren in einem sich schnell verändernden, hoch technologischen Umfeld ist herausfordernd. Den Unternehmen fehlt es oft an Zeit, Fachwissen, Erfahrungen und an der nötigen Offenheit um die Potenziale der Digitalisierung und ihre Wechselwirkungen auf bestehende oder künftige Geschäftsmodelle identifizieren und gestalten zu können.

Studien zeigen, dass sehr viele Unternehmen die digitale Transformation nicht mit der gebotenen Entschlossenheit angehen. Zwar schreiben inzwischen die meisten Unternehmen der digitalen Transformation eine grosse Bedeutung zu. Bei der eigenen Digitalisierung stossen sie aber häufig auf Hindernisse wie mangelnde Abstimmung, unzureichende Skills oder kulturelle Widerstände. Viele von ihnen haben das Gefühl, dass die Zeit drängt und nicht wenige befürchten, bereits zu spät zu kommen. Diese Wahrnehmung veranlasst viele Entscheider zu wenig ausgereiften, schnellen Entscheidungen. Statt ganzheitlicher, durchdachter Strategien entstehen wenig abgestimmte Teillösungen.

Aufgrund unserer Erfahrungen mit Unternehmen die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen, haben wir die folgenden Schwerpunkte identifiziert:

1. Digitalisierung mit Strategiebezug

Die Digitalisierung muss Teil der Unternehmensstrategie werden und ist damit auf oberster Unternehmensebene anzusiedeln. Ob und welche Teile eines Unternehmens sich für die digitale Transformation eignen und demzufolge digitalisiert werden sollten, muss hier entschieden werden. Dabei geht es nicht um eine einmalige Betrachtung, sondern vielmehr darum, einen konstanten, intensiven Change-Prozess im Unternehmen zu etablieren.

Die digitale Transformation kann je nach Umfang einzelne Bereiche eines Unternehmens bis hin zum gesamten Geschäftsmodell betreffen. Bilden Sie ein Team aus allen Bereichs- und Abteilungsleitern sowie allen weiteren relevanten Mitarbeitern, das sich mit dem Thema Digitalisierung befasst und direkt an die Geschäftsleitung berichtet. Benennen Sie falls notwendig einen Chief Digital Officer (CDO), der alle Aktivitäten und Maßnahmen steuert und koordiniert.

Beauftragen Sie Ihr Digitalisierungsteam oder Ihren CDO mit einer umfangreichen Analyse, welche Prozesse, Teile und Bereiche Ihres Unternehmens digitalisiert werden könnten, welche es – vielleicht auch nur zum Teil – bereits sind und welche es sinnvollerweise werden sollten. Entwickeln Sie auf Basis des Analyseergebnisses eine Digitalisierungsstrategie für Ihr Unternehmen. Diese kann zum einen die Prozesse einzelner Abteilungen, z.B. das Dokumentenmanagement in der Buchhaltung oder im Projektmanagement oder einzelne Geschäftsbereiche, z.B. das Privatkundengeschäft, umfassen. Zum anderen aber auch Ihr gesamtes bestehendes Geschäftsmodell und damit Ihr gesamtes Unternehmen.

2. Einbezug der Digitalen Skills


Die Digitalisierung wird das Anforderungsprofil der Mitarbeiter Ihres Unternehmens radikal verändern und bestehende Hierarchieebenen verschieben. Haben Sie keine Angst vor diesem Kulturwandel. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf Ihre bestehenden Mitarbeiter richten. Informieren Sie Ihr Team kontinuierlich über sämtliche relevanten Veränderungen und sorgen Sie mit einem umfassenden Weiterbildungsangebot dafür, dass Ihre Mitarbeiter notwendige Zusatzqualifikationen und Kompetenzen erlernen und den Anschluss an die Unternehmensentwicklung nicht verlieren. Achten Sie bei Neueinstellungen zukünftig immer auch auf die digitalen Kompetenzen der Bewerber.

3. Digitalisierung des Geschäftsmodells


E-Mails, Datenserver, PDF-Rechnungen, ein Mobile Device Management – all das sind Beispiele der Digitalisierung, die bereits sukzessive Einzug in fast alle Unternehmen gehalten haben und die die tägliche Arbeit und deren Produktivität bereits revolutioniert haben. Diese Entwicklung schreitet durch Neuerungen wie virtuelle Teams, die Nutzung von Software und Daten in der Cloud oder die Auswertung und Nutzung grosser Datenmengen durch Big Data kontinuierlich weiter voran. Was aber passiert, wenn eine disruptive Technologie Ihr bisheriges Geschäftsmodell bedroht oder gar obsolet macht? Dann müssen Sie, um zu überleben, der Entwicklung insoweit folgen, dass Sie Ihr Geschäftsmodell daran anpassen oder sogar völlig neue Geschäftsmodelle, Produkte und Lösungen entwickeln.

4. Datennuzung ist der Treibstoff der Digitalisierung


Machen Sie sich alle in Ihrem Unternehmen verfügbaren Daten zunutze. Big Data unterstützt die wirtschaftlich sinnvolle Gewinnung und Nutzung entscheidungsrelevanter Erkenntnisse aus qualitativ vielfältigen und unterschiedlich strukturierten Informationen, die einem schnellen Wandel unterliegen und in bisher ungekanntem Umfang zur Verfügung stehen. Durch den Einsatz von Big Data-Technologien können heute mit überschaubarem Aufwand in kleinen Teams Softwaresysteme entwickelt werden, die noch vor fünf Jahren ausschließlich den weltweiten Technologieführern vorbehalten waren. Auch kleinere Unternehmen und Organisationen können ihre Produkt- und Servicequalität mithilfe des geschickten Einsatzes von Big Data-Technologien deutlich steigern und etablierte Unternehmen in puncto Innovationsfähigkeit herausfordern. Die Sicherheit Ihrer IT und Ihrer Daten sollte oberste Priorität haben. Lassen Sie sich aber durch IT-Sicherheitsbedenken nicht von der Einführung und Nutzung neuer Technologien abschrecken. Hierfür gibt es IT-Sicherheitsexperten, die Sie beraten und bei der bedarfsgerechten Umsetzung unterstützen können.

5. Setzen Sie die neusten Technologien ein


Eine Vielzahl bereits verfügbarer Technologien kann Ihnen dabei helfen, Ihre Geschäftsprozesse schneller, effektiver und kostengünstiger zu erledigen. Das beginnt mit einer schnellen Internetverbindung und könnte zum Beispiel die Einführung eines digitalen Dokumentenmanagements sein. Studien belegen, dass die Einführung von Software zur Digitalisierung der Büro- und Verwaltungsprozesse zu schnellen Erfolgen führt: Performance und Datensicherheit steigen, Compliance-Richtlinien werden besser eingehalten und die Kundenzufriedenheit nimmt zu. Gerade für KMU ist dies eine gute Chance, Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu erzielen. Setzen Sie Cloud Computing ein: eine Form der bedarfsgerechten und flexiblen Nutzung von IT-Leistungen. Diese werden in Echtzeit als Service über das Internet oder innerhalb des Intranets eines Unternehmens bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Der Vorteil für Ihr Unternehmen: Sie bezahlen nur, was Sie auch wirklich nutzen.

6. Erweitern Sie das Feld durch Integration von Kunden und Partnern


Integrieren Sie Ihre Kunden und Partner in die Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse oder Ihres Geschäftsmodells und in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Betrachten Sie dabei auch deren Grad der Digitalisierung. Vielleicht haben Ihre Kunden und Partner bereits digitale Prozesse oder Geschäftsmodelle, die Sie bei Ihren Überlegungen beachten und zu denen Schnittstellen geschaffen werden müssen. Die Digitalisierung betrifft jedes Unternehmen, aber Geschwindigkeit und Umfang können variieren. Entwickeln Sie daher – wenn möglich – digitale Lösungen immer gemeinsam und partnerschaftlich mit Ihren Kunden und Partnern. Gerade junge Technologieunternehmen entwickeln permanent neue Technologien und Lösungen. Vielleicht passen einige davon genau zu Ihrem Geschäftsmodell und zu Ihrem Unternehmen. Nutzen Sie dieses Potenzial und erwägen Sie Partnerschaften mit Start-ups und auch mit mittelständischen IT-Unternehmen, Hightech-Konzernen und Beratungsgesellschaften. So können Sie von einem gegenseitigen Ideen- und Technologietransfer und von Synergien profitieren.

7. Veränderungen bei der Firmenkultur und das Aufbrechen von Silos


Firmenkultur ist kein "weicher" Faktor, der kaum beeinflussbar ist. Entscheider müssen bereit sein Metriken dafür zu entwickeln und anzuwenden. Externe Experten oder Coaches für agile Methoden wie Design Thinking können helfen kulturelle Aspekte bewusst anzugehen, statt zu erwarten, dass sie sich automatisch mitverändern.

Es geht dabei um Fragen von Hierarchie und Entscheidungsmacht und deren Auswirkungen auf die Customer Experience. Nur so gelangt man zu Lösungen die in der digitalen Welt wettbewerbsfähig sind: Innovative Services, Produkte und optimierte Prozesse. Oder Kombinationen daraus. Im Design Thinking sucht man erst nach Lösungen, wenn ein Problem erkannt, aus der Nutzerperspektive analysiert und priorisiert ist. Bei der Lösungsfindung ist man dann jedoch sehr schnell – mit greifbaren Ansätzen in Form von Prototypen, die wiederum mit potenziellen Anwendern getestet werden. Idealerweise erarbeiten diese Lösungen interdisziplinär besetzte Teams, die jenseits von Unternehmenshierarchien zusammengesetzt werden und Input potenzieller Zielgruppen erhalten. Natürlich hat diese Herangehensweise direkte Implikationen auf Organisationsstrukturen und Firmenkultur, die sich sukzessive an die neuen Realitäten anpassen.

Die 4. industrielle Revolution birgt nebst Risiken vor allem Chancen. In den vergangenen drei industriellen Revolutionen ist es der Schweiz jeweils gelungen, Firmengründungen voranzutreiben und sich bezüglich neuer Technologien weltweit als führende Nation zu positionieren. Genau dies sollte auch für die vierte industrielle Revolution unser Ziel sein. Gründen wir neue Firmen, die weltweit erfolgreich sind; unterstützen wir unsere Start-ups, KMU und Grossunternehmen in der Digitalisierung. Etablieren wir langfristige Partnerschaften die das Potenzial haben die entwickelten Ideen durchgängig von Ende zu Ende zu realisieren und somit die Innovationen des digitalen Zeitalters gewinnbringend zu adaptieren.


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